Publikation: Mobilitätssicherung in Zeiten des demografischen Wandels
Innovative Handlungsansätze und Praxisbeispiele aus dem ländlichen Raum in Deutschland
Mit dem Modellvorhaben „Demografischer Wandel – Region schafft Zukunft“, der Förderinitiative „Mobilität 21“ und weiteren Förderprogrammen hat das BMVBS mehrere Initiativen angeschoben, die das Ziel verfolgen, öffentlich zugängliche Mobilitätsangebote in ländlichen Räumen auch in Zeiten des demografischen Wandels sicherstellen zu können. Mittlerweile liegen zahlreiche Ergebnisse und Erfahrungen aus mehreren Modellregionen vor. Mit der im Auftrag des BMVBS erarbeite Publikation „Mobilitätssicherung in Zeiten des demografischen Wandels“ werden diese Projektergebnisse aufbereitet, systematisiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Dokumentation richtet sich vornehmlich an Akteure in ländlichen Räumen aus den Bereichen „Daseinsvorsorge“ und „Mobilität“. Dies können Entscheidungsträger in den Kommunalparlamenten oder Planer in Kommunalverwaltungen und in der freien Wirtschaft ebenso sein wie Mobilitätsanbieter, Einzelhändler und Nahversorger, aber auch touristische Dienstleister, lokale Vereine oder gesell-schaftlich engagierte Bürger. Diese Akteure sollen dazu ermutigt werden, geeignete Mobilitätslösungen für ihre Region zu entwickeln, umzusetzen und dabei auch übergreifend zu denken. Die Dokumentation bietet hierzu zahlreiche Anregungen und Tipps aus der Praxis.
Grundsätzlich konnten aus den Projekterfahrungen folgende Schlussfolgerungen für zukünftige versorgungs- und Mobilitätsstrategien abgeleitet werden:
- Mobilitätsbedarf lässt sich zum Teil ersetzen, indem Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs auch weiterhin – oder wieder – vor Ort vor-gehalten werden. Hierzu bedarf es je-doch neuer Angebots- und Kooperationsformen.
- Für den verbleibenden Mobilitätsbedarf bietet sich ein öffentlich zugängliches Mobilitätsangebot mit einem Mix aus konventionellen und alternativen Lösungen an. Ziel muss es sein, die verfügbaren Ressourcen (Personal, Fahrzeuge, Geld) „intelligent“ einzusetzen. Die Grenzen zwischen öffentlicher und privater Mobilität müssen dabei fließender werden.
Für beide Ansätze gibt es mittlerweile eine Menge guter und zum Teil erprobter Lösungen. Sie lassen sich thematisch so zusammenfassen, dass sie vier Bausteine für ein ganzheitliches Mobilitätskonzept bilden:
- Baustein 1: Stationäre Versorgungsangebote
- Baustein 2: Mobile Versorgungsangebote
- Baustein 3: Nachhaltige Mobilitätsangebote
- Baustein 4: Organisation und Vermarktung
Die Publikation „Mobilitätssicherung in Zeiten des demografischen Wandels“ erscheint voraussichtlich im Dezember 2011.
Auftraggeber: | BMVBS |
Laufzeit: | 11/10 – 08/11 |
Ansprechpartner: | Christian Reuter |
Rolle: | Projektleitung |
Projektpartner: | TU Berlin, Zentrum für Technik und Gesellschaft |
Weiterführende Informationen: | Deckblatt und Gliederung |


