EUSKA
Übersicht
Die elektronische Unfalltypen-Steckkarte – kurz: EUSKA – ist ein modernes Softwaresystem für die Analyse von Verkehrsunfällen. EUSKA visualisiert die Unfälle nach den Kriterien der Ein-Jahreskarte und der Drei-Jahreskarten. Zusätzlich lässt sich das Unfallgeschehen sowohl geographisch als auch nach den Attributen der Unfallanzeige bis hin zu Verkehrsbeteiligung oder Alter und Geschlecht der Beteiligten filtern.
Für die Arbeit in der Unfallkommission bietet das System den Sicherheitsexperten alle notwendige Funktionalität im Rahmen der Örtlichen Unfalluntersuchung. Dabei können neue Unfallhäufungen durch das System gesucht und zusätzlich entsprechend ihrer Unfallfolgen in der Rangfolge vorsortiert werden. Mit der Bearbeitung einer Häufungsstelle wird dabei automatisch ein elektronischer Status mitgeführt. Auf diese Weise die Reihenfolge in der Bearbeitung der Unfallhäufungen und die Übersicht in der Analyse erleichtert.
EUSKA erfüllt alle Richtlinien, die im Merkblatt zum Führen und Auswerten von Unfalltypen-Steckkarten (FGSV, ISK jetzt UDV, PFA) genannt werden. Daher eignet sich das System hervorragend für die Zusammenarbeit zwischen Straßenverkehrsbehörde, Straßenbauamt und Polizei im Rahmen der Unfallkommission.
Aktuell
Andre Münch, Director Traffic Safety im Geschäftsfeld Traffic Software: "Wir unterscheiden inzwischen zwei Hauptanwendungen von EUSKA: Die Server-Lösung, die sich bestens für den Betrieb in einer Landespolizeibehörde eignet, und die Desktop-Lösung, die alle Aufgaben der modernen Unfallanalyse kompakt abdeckt.“
Die Server-Lösung wurde erstmals bei der Polizei in Hessen eingeführt. Die moderne Client/Server-Architektur ist ideal für den Einsatz in Landespolizeibehörden. Dabei steht Kartenmaterial zentral über einen Dienst im Polizei-internen Netzwerk zur Verfügung. Die Unfalldaten werden in der zentralen Datenbank gespeichert und können dadurch sekundenschnell landesweit abgerufen werden, ohne dass nachgeordnete Dienststellen hierzu Unterstützungsarbeit leisten müssen. Darüber hinaus erlaubt die Server-Lösung, auf Wunsch die Unfalldaten weitestgehend automatisiert anderen Behörden zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise dem statistischen Landesamt oder Verkehrsbehörden im Rahmen der Unfallkommission.
Die Desktop-Lösung eignet sich für die Kooperation im Rahmen der Unfallkommission oder auch für Ingenieurbüros, die gezielt bestimmte Unfalldatensätze analysieren möchten. Dabei können alle notwendigen Dienste und Schnittstellen lokal auf einem PC installiert und die Unfalldaten von der Polizei direkt elektronisch übernommen werden. Vorbei ist das Zeitalter des Fotokopierens und das mühsame Durchforsten der behördlichen Archive, um detaillierte Angaben zum Unfallhergang aus den Unfallblattsammlungen zu entnehmen.
Die Vorzüge von EUSKA überzeugen inzwischen bundesweit, sodass die Server-Lösung auch in anderen Bundesländern gefragt ist. Im Rahmen einer Interessengemeinschaft zu EUSKA (IG-EUSKA) treffen sich Vertreter der Polizeibehörden aus elf Bundesländern, um über Themen zur Analyse mit EUSKA und sinnvolle Erweiterungen aus Sicht der Polizei zu beraten. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: http://www.unfallforschung-der-versicherer.de/
Anwendung und Funktionalität im Überblick
EUSKA ist das Software-Paket für die zeitgemäße Verkehrssicherheitsarbeit. Da es auf georeferenzierten Unfalldaten basiert, ermöglicht es vielseitige Funktionen für die Recherche und Auswertung der Unfalldaten und für die Örtliche Unfalluntersuchung. EUSKA wurde konzipiert für:
- Polizei
- Straßenbaubehörden
- Straßenverkehrsbehörden
- Ingenieurbüros
- Forschungseinrichtungen
EUSKA Systemübersicht
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Erfassung und Qualitätssicherung in einem
Mit dem Modul Erfassung steht dem Nutzer eine komplette Unfallerfassung zur Verfügung. Zudem lassen sich die Unfalldaten über Schnittstellen zu den Vorgangssystemen der Polizei übernehmen.
Die Plausibilitätsprüfung der Unfalldaten, die in die Erfassung integriert ist, gewährleistet die Qualitätssicherung in EUSKA. Über 200 Plausibilitätskontrollen stellen die Validität der erfassten Unfalldaten sicher – und dies weitgehend automatisiert. Somit können die Unfalldaten von der Polizei an die Statistischen Landesämter bzw. das Statistische Bundesamt sehr effizient und kostengünstig weitergegeben werden. Und ohne zusätzliche Nacharbeit.
Die Eingabe des Unfallorts ist präzise und leicht: Der Anwender fährt mit dem Mauszeiger über eine digitale Straßenkarte und klickt den Unfallort einfach an. Auf Basis der Koordinaten kann der Anwender den alphanumerischen Unfalldatensatz um eine Skizze ergänzen. Hierbei erleichtert der Skizzeneditor die Erstellung von Unfallskizzen, indem er dem Anwender zahlreiche Objekte wie Verkehrszeichen, Fahrzeugtypen usw. über die Symbolbibliothek zur Verfügung stellt.
Lokalisieren auf neuem Kartenmaterial ab EUSKA 6.0
EUSKA verfügt ab der Version 6.0 über eine völlig neue Kartenkomponente mit der es möglich ist, neben den systemeigenen Karten auch externes Kartenmaterial über eine WMS-Schnittstelle zu integrieren. Ein besonderer Vorteil dabei ist , dass Straßennamen aus dem systemeigenen vektorisierten Kartenmaterial externe Rasterdaten überlagern, wie digitale Stadtgrundkarten oder Luftbilder im hohen Maßstabsbereich. Dies vereinfacht für den Anwender, Unfälle in Stadtgebieten zu lokalisieren und Skizzen zu erstellen.
Auswertung
Die Auswertung umfasst sämtliche Funktionen zur Erstellung von Unfalltypen-Steckkarten. Mit Hilfe der Auswertung kann der Anwender folgende Themen bearbeiten:
- Generierung und Darstellung von Standard Unfalltypen-Steckkarten für
1-JK 1-Jahreskarte mit allen Unfällen für 12 Monate
3-JK (P) 3-Jahreskarte mit Personenschaden über 36 Monate
3-JK (SP) 3-Jahreskarte mit schwerem Personenschaden über 36 Monate
- Spezielle Auswertungen (Sonderrecherchen) der Unfalldaten über Sonderkarten:
- Generierung und Darstellung von Sonderkarten über einen frei wählbaren
- Zeitraum (z. B. über 24 Monate, Unfälle an Wochenenden, bestimmten Werktagen etc.
- Merkmalfilter (LSA außer Betrieb, Dämmerung/ Dunkelheit, Straßenzustand etc.)
- Geografische Auswahl mittels frei definierbaren Gebieten (Unfalldaten z. B. eines bestimmten Stadtgebietes oder einer Region)
- Kombination aus Zeitraum, Merkmalfilter und geografischer Auswahl
- (z. B. Unfälle mit Radfahrern in einem Stadtgebiet, Beteiligte 6-14 Jahre an Werktagen)
- Spezifizierte geografische Auswahl und Bereitstellung von Datensätzen für Datenexport
- Großformatige Ausdrucke (Übersichtskarten) und Detailkarten
Nahezu alle Kriterien der Unfallanzeige lassen sich als Filtermerkmal setzen. Nachfolgend einige Beispiele aus der täglichen Arbeit.
Örtliche Unfalluntersuchung
Die Örtliche Unfalluntersuchung enthält vielseitige Basisfunktionen, die für die Bearbeitung von Unfallhäufungen überaus hilfreich sind. Dabei konzentriert sie sich auf die Unfalldaten innerhalb der Flächen der Häufung, die die Unfalldaten örtlich abgrenzen. Der Anwender kann diese Unfallhäufungen über einen längeren Zeitraum bearbeiten und verfolgen.
- Erkennen von unfallauffälligen Bereichen im Straßennetz durch grafisches Zusammenfassen von Unfällen. Dabei kann fachlich unterschieden werden in:
UHS (Unfallhäufungsstellen)
UHL (Unfallhäufungslinien)
UHG (Unfallhäufungsgebiete)
Programmmethodisch werden diese gleich behandelt. - Voruntersuchungen und nähere Untersuchungen
Erkennen von auffälligen Gleichartigkeiten durch vordefinierte Übersichten
Unterstützung beim Generieren von Unfalldiagrammen - Controlling der Unfallhäufungen
Protokollieren des Status einer Unfallhäufung
und Auflistung des zeitlichen Verlaufs der Unfallhäufung
Kontakt
Fragen zur Verkehrssicherheit oder zur Arbeit mit Unfalltypen-Steckkarten beantworten Ihnen auch gern die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) Nähere Informationen finden Sie dazu unter folgender Adresse:
www.unfallforschung-der-versicherer.de
Speziell zu EUSKA finden Sie dort ebenso weitere Informationen:
http://www.unfallforschung-der-versicherer.de/Unfallforschung/VI/EUSKA/euska.htm
EUSKA-Workshops
Workshop zur Verkehrssicherheitsarbeit
Für die Verkehrssicherheitsarbeit mit EUSKA bietet PTV Workshops an. Gemeinsam mit den Experten der Polizei wird dabei die Methodik am Analysesystem erörtert und die Anwendung bzw. der damit verbundene Workflow innerhalb der Behörde optimal aufeinander abgestimmt. Dabei werden praktische Aspekte aus der täglichen Arbeit mit EUSKA beleuchtet und Anregungen aus der Praxis aufgenommen. Der Workshop bietet einen ausgewogenen Mix aus Übung und Erfahrungsaustausch für Gruppen von bis zu 12 Teilnehmern. Wenn Sie sich für einen Workshop zu EUSKA interessieren oder weitere Fragen dazu haben, sprechen Sie uns einfach an: euska@ptv.de

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterstützt die Polizei und die Unfallkommissionen bei ihrer Arbeit.
Weitere Informationen zur IG – EUSKA finden Sie unter:
http://www.unfallforschung-der-versicherer.de
Für Fragen rund um EUSKA sprechen Sie uns einfach an unter 0721 9651 201 oder mailen Sie uns an: euska@ptv.de














